Dreifürstensteig bei Mössingen mit Bergrutschführung

 

Zunächst war es noch bewölkt, als Silvia und Matthias die 18 Wanderer am Parkplatz „Bergrutsch“ erwarteten, doch das Wetter meinte es gut, es herrschten angenehme Temperaturen und es regnete auch nicht mehr.

 

Wir begannen die Tour mit dem einzigen Bergrutschführer Deutschlands, Armin Dieter, der uns 1,5 Stunden durch das Bergrutschgelände führte. Anhand von Bildern, die der Naturfotograf selbst geschossen hatte, erläuterte er uns das große Naturereignis vom 12. April 1983 als der Albtrauf abrutschte.

Es folgten 4 weitere Bergrutsche in unmittelbarer Umgebung, der letzte 2014.

 

 

Das Gelände des großen Bergrutsches von 1983 umfasst ca. 50 Hektar (70 Fußballfelder) und ist inzwischen wieder mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Es bietet Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten, z.B. den Wanderfalken, Kolkraben und früher die Europäische Sumpfschildkröte. Selbst 2 Bärenarten sind dort zu Hause: der Waschbär und der Russische Bär (ein Schmetterling).

 

Am 12.5.2006 wurde das Gebiet  durch die Bemühungen von Herrn Dieter zum Nationalen Geotop erklärt.

 

Die dann anschliessende Wanderung, welche 2014 zur zweitschönsten Wandertour Deutschlands (Premiumwanderweg) gekürt wurde, führte uns nach 200 m Aufstieg zum Dreifürstenstein. Dort verbrachten wir, mit Blick auf die Burg Hohenzollern, unsere Mittagspause.

 

Danach ging es durch schattenspendenden Wald wieder 300 m abwärts bis zur Olgahöhe und über den Panoramaweg „Streuobst“ (Streuobstwiesen mit altem Baumbestand) vorbei an der Himmelsschaukel, auf der sich müde Wanderer ausruhen und auf das Ziel Talheim blicken können.

Doch wir ließen uns nicht lange aufhalten, sondern steuerten schnellen Schrittes den Parkplatz und einige Meter entfernt die Sportgaststätte „Zum Talwirt“ an. Dort gab es leckeres Essen, u.a. auch Nudeln aus der eigenen Manufaktur.

 

Für eine Überraschung sorgte unser Vorsitzender Klaus Pogrzeba, der mit seiner Frau Karin während des Essens zu uns stieß, da er Sehnsucht nach den Ciao’lern hatte.